r4 - 22 May 2011 - 08:02:04 - Users.AndreasFritschYou are here: FSDR  > Karriere

Veranstaltung Karrieremöglichkeiten für DoktorandInnen (18. Mai 2011)

Die Mehrzahl der Promovierten verlässt nach dem Doktorat die Universität. Wie hat sich der außerakademische Arbeitsmarkt für diese Gruppe in den letzten Jahren entwickelt? In welchen Branchen besteht eine höhere Nachfrage nach Personen mit abgeschlossenem TU-Doktorat? Und welche Möglichkeiten bietet der europäische Arbeitsmarkt für Forschende? Diesen und anderen Fragen widmete sich am 18. Mai 2011 diese Veranstaltung mit Beiträgen von TU Career Center und Euraxess Austria.

Mag. Daniela Haiden vom TU Career Center verwies zunächst auf die generell günstige Situation von Absolventen technisch-naturwissenschaftlicher Studien am Arbeitsmarkt, da in den meisten Richtungen das Angebot an Stellen die Nachfrage übersteigt. Die Berufsfelder Forschung und Entwicklung, Projektmanagement und Projektleitung, Produktentwicklung und Produktmanagement, Innovationsmanagement sowie Unternehmensberatung bieten vor allem für Promovierte ausgezeichnete Einstiegschancen. Bedauerlicherweise wissen Arbeitgeber oft nicht über Stärken und Kompetenzen von DoktorandInnen Bescheid, daher muss im Bewerbungsprozess dieses Thema aktiv angesprochen werden. Die Promotion selbst hat oft auch positive Auswirkungen auf die weitere Karriere, z.B. durch eine geringere Gefahr von Arbeitslosigkeit, einen überdurchschnittlich hohen Anteil vom Promovierten unter den Führungskräften und ein höheres Einstiegsgehalt (im Schnitt 42.000 bis 47.000 Euro brutto pro Jahr). Das konkrete Einstiegsgehalt und die weitere Gehaltskurve hängen stark vom Thema der Dissertation und vom Verhandlungsgeschick ab. Als Stolpersteine bei der Einstellung erweisen sich gelegentlich überzogene Gehaltsvorstellungen der Bewerber oder das Klischee vom "abgehobenen Wissenschaftler" bei den Arbeitgebern. Ein zu langer Verbleib im akademischen Bereich nach Abschluss der Dissertation ist nicht anzuraten, da es (außer in begründeten Ausnahmen) den Einstieg in den außerakademischen Bereich erschwert.

Mag. Maria Unger von der OeAD GmbH. stellte das Internetportal Euraxess Austria vor, welches auf Inititative der Europäischen Kommission eingerichtet wurde. Dort werden Serviceleistungen für mobilie Forschende in Europa angeboten, z.B. eine Jobdatenbank und individuelle Beratung bei Auslandsaufenthalten. Themen wie Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, Sozialversicherung, Unterkunft etc. werden ausführlich behandelt. Local Contact Points an den Universitäten unterstützen das Netzwerk. An der TU Wien fungiert Ann-Christin Kehrberg vom EU-Forschungssupport als Anlaufstelle. Weiters wurde die Stipendien- und Forschungsförderungsdatenbank grants.at vorgestellt.

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit doktorat.at und dem Universitätslehrerverband der TU Wien (ULV) statt.

Einladung.pdf

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